Rechtsanspruch zur Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder

Ab August 2026 müssen alle Grundschulen für 1. Klässler eine verpflichtende Ganztagsbetreuung anbieten. Das Angebot muss bis zum Schuljahr 2029/2030 auf alle Grundschulklassen ausgeweitet werden. Im Gegensatz zum bisherigen Ganztagsangebot der Grundschulen muss das Betreuungsangebot zukünftig auch eine Ferienbetreuung beinhalten. Hier können Akteure der Plattform AKO – Schule fürs Leben auf verschiedene Weise unterstützen:

  • Bildungsangebote oder Betreuungstätigkeit im Rahmen der Ganztagsbetreuung
  • Angebote im Rahmen der Ferienbetreuung

Bildungsangebote im Rahmen der Ganztagsbetreuung:

Sowohl im Rahmen der Nachmittagsbetreuung wie auch in der Ferienbetreuung gibt es viele gute Möglichkeiten, um die Themen Land-, Forst-, Hauswirtschaft und Ernährung im Ganztag einzubauen. Hier finden Sie Materialien, die dann zum Einsatz kommen könnten:

Ferienbetreuung im Ganztag:

Mit der Verpflichtung zum Ganztagsbetreuungsangebot ist auch eine Verpflichtung zur Ferienbetreuung bis auf wenige Schließtage verbunden. Auch hier ist eine Beteiligung interessierter Betriebe insbesondere von Erlebnisbauernhöfen mit entsprechender Ausstattung denkbar. Von der Abdeckung einzelner Ferientage bis hin zu ganzen Wochen ergeben sich hier viele Möglichkeiten. Bitte stimmen Sie sich dazu mit dem jeweiligen Träger der Ganztagsbetreuung sowie der Gemeinde vor Ort ab.

Aktuelles für Lehrkräfte und Akteure

Bleiben Sie informiert über neue Projekte, Fördermöglichkeiten, Termine, Materialien und vieles mehr. Hier finden Sie alles auf einen Blick.

FAQs – Alltagskompetenzen - Schule fürs Leben

„Schule fürs Leben“ ist ein bayernweites Bildungskonzept zur Stärkung der Alltagskompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Seit dem Schuljahr 2021/2022 nehmen alle Schülerinnen und Schüler mindestens einmal in der Grundschule (1.–4. Jahrgangsstufe) und einmal in der Sekundarstufe (5.–9. Jahrgangsstufe) an einer Projektwoche oder an verbundenen Projekttagen teil. Jede Schule entscheidet selbst, in welcher Jahrgangsstufe und in welcher Form die Projektwoche umgesetzt wird. Ziel ist es, lebensnahe Kompetenzen nachhaltig zu vermitteln. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Kultusministeriums.

 

Im Mittelpunkt stehen die fünf Handlungsfelder der Alltagskompetenz und Lebensökonomie:

  • Ernährung
  • Gesundheit
  • Haushaltsführung
  • Umweltverhalten
  • Selbstbestimmtes Verbraucherverhalten

 

Ergänzt wird das Angebot durch das zusätzliche Handlungsfeld „Digital handeln“. Die Themen sollen möglichst ganzheitlich und praxisnah miteinander verknüpft werden, um Alltagswissen verständlich und erlebbar zu machen.

Die konkrete Ausgestaltung der Projektwochen liegt bei den jeweiligen Schulen. Möglich sind unter anderem Projekttage, Workshops, Exkursionen oder der Einsatz externer Fachkräfte. Besonders erwünscht sind praxisnahe Lernorte wie zum Beispiel Bauernhofbesuche oder Unterrichtseinheiten mit externen Expertinnen und Experten.

Die neue Plattform AKO – Schule fürs Leben unterstützt Lehrkräfte bei der Suche nach externen Experten und Lernorten und vernetzt Schulen mit Anbietern.

Hier finden Sie Experten und Lernorte.

Interessierte Betriebe und Fachkräfte können an diversen Qualifizierungsangeboten des BBV sowie Landwirtschaftsverwaltung und Partnerorganisationen teilnehmen und werden so auf ihre Einsätze mit Schulklassen vorbereiten oder können ihr Wissen erweitern. Inhalte sind unter anderem:

  • Organisation und Ablauf von Schuleinsätzen
  • Versicherungs- und Rechtsfragen
  • Lebensmittelrecht
  • Hygienestandards und Seuchenschutz
  • Methodik und Materialeinsatz
  • Fachthemen

Die Qualifizierungen werden sowohl online als auch in Präsenzveranstaltungen angeboten und unterstützen eine qualitativ hochwertige Umsetzung der Bildungsangebote.

Mitmachen können unter anderem:

  • Landwirtinnen und Landwirte
  • Mithelfende Familienangehörige auf
  • landwirtschaftlichen Betrieben
  • Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter mit Ausbildereignung
  • Ernährungsfachkräfte
  • Partnerorganisationen

Weitere qualifizierte Fachpersonen können nach einer individuellen Prüfung teilnehmen.

Alle Anbieter werden vor der Veröffentlichung ihrer Angebote nach folgenden Kriterien geprüft:

Kriterien für die Aufnahme von Programmen, Referenten bzw. Anbietern: Lerninhalte sind zielgruppengerecht für Schulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen, orientieren sich u.a. an wissenschaftlichen Erkenntnissen und an gesetzlichen Grundlagen und beinhalten keine Produktwerbung.

Für die Durchführung von Projektwochen und die Beauftragung externer Fachkräfte stehen den Schulen staatliche Mittel zur Verfügung. Anbieter erstellen ein schriftliches Angebot und rechnen ihre Leistungen nach Durchführung direkt mit der Schule ab. Die Höhe des Honorars wird individuell vereinbart und orientiert sich an bestehenden Vergleichsprogrammen und Rahmenbedingungen. Auch Kombinationen mit bereits bestehenden Bildungsprogrammen sind möglich.

Die Bildungsangebote umfassen unter anderem:

  • Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
  • Nachhaltigkeit
  • Umwelt- und Klimaschutz
  • Regionale Wertschöpfung
  • Ernährung und gesunde Lebensweise
  • Haushaltsführung und Konsumkompetenz
  • Praktische Alltagsfertigkeiten
  • Digitale Kompetenzen

 

Angebote finden auf Bauernhöfen, in der Natur oder direkt an Schulen statt und sind praxisorientiert gestaltet
– beispielsweise durch Mitmachaktionen, Workshops oder Exkursionen.