AKO – Schule fürs Leben: Die Plattform für Lehrerinnen und Lehrer

Die Plattform AKO – Alltagskompetenzen: Schule fürs Leben vernetzt Schulen mit landwirtschaftlichen Betrieben und Fachakteuren aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Hauswirtschaft und Ernährung. Unser Ziel ist es, Alltagskompetenzen (AKO) für Kinder und Jugendliche erlebbar zu machen – praxisnah, nachhaltig und direkt aus dem echten Leben. So entstehen wertvolle Lernräume: im Klassenzimmer ebenso wie an außerschulischen Lernorten.

Mit AKO finden Sie schnell und unkompliziert passende Bildungsprogramme in Ihrer Region und gestalten Projektwochen oder Unterrichtseinheiten mit wenigen Klicks. Gleichzeitig erhalten Sie geprüfte Unterrichtsmaterialien und ergänzende e-Learning-Angebote, die Sie ohne zusätzlichen Aufwand direkt einsetzen können.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Praxisnahe Bildungsprogramme in Ihrer Nähe einfach finden und anfragen

  • Schnelle Organisation von Projektwochen und Unterrichtsangeboten mit nur wenigen Klicks

  • Kostenlose, geprüfte Unterrichtsmaterialien passend zum gewählten Bildungsprogramm

  • Unterstützung bei Förderbedingungen und Kostenabwicklung – transparent und verständlich erklärt

  • Zentrale Verwaltung Ihrer Anfragen im eigenen Login-Bereich

  • Kostenfreier Zugang zu allen Bildungsangeboten, Materialien und e-Learning-Videos

  • Starkes Netzwerk aus erfahrenen Praxispartnern und Fachakteuren

AKO unterstützt Sie dabei, Alltagskompetenzen nachhaltig in Ihren Unterricht zu integrieren – einfach organisiert, praxisnah umgesetzt und für Sie komplett kostenlos.

Bildungsplan

Das Konzept „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus ist ein verbindlicher Bestandteil schulischer Bildung in Bayern. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler praxisnah auf ein eigenverantwortliches, gesundes und nachhaltiges Leben vorzubereiten.

Im Schuljahr 2025/2026 wird das etablierte Konzept fortgeführt. Für alle staatlichen Schulen gilt:

  • Verpflichtende Durchführung einer Projektwoche

    • im Laufe der Jahrgangsstufen 1–4

    • sowie im Laufe der Jahrgangsstufen 5–9

  • Neu ab 2025/2026: Möglichkeit einer zweiten Projektwoche in mindestens einer weiteren Jahrgangsstufe auf freiwilliger Basis.

  • Durchführung an fünf zusammenhängenden Tagen (Block oder 2+3 Tage).

  • Klare Ausrichtung auf Praxis- und Lebensweltbezug.

  • Zuordnung zu mindestens einem der sechs Handlungsfelder.

Die Projektwochen fördern handlungsorientiertes Lernen, Eigenverantwortung, Teamarbeit sowie reflektiertes Konsum- und Umweltverhalten. Eine Vor- und Nachbereitung im Unterricht wird empfohlen, um nachhaltige Lernerfolge zu sichern.

Organisation und finanzielle Abwicklung

  1. Planung der Projektwoche durch die Schule
  2. Durchführung der Projektwoche (bevorzugt jeweils an fünf zusammenhängenden Tagen, alternativ jeweils zweigeteilt auf einen zwei- und einen dreitägigen Projektblock) in allen Klassen einer (bzw. optional zwei) von der Schulleitung festgelegten Jahrgangsstufe(n) (Jgst. 1 bis 4 bzw. Jgst. 5 bis 9)
  3. Nach Erhalt der Rechnung:
    • zeitnahe Dateneingabe in die Umfrage im Bayerischen Schulportal
    • Upload der eingescannten Rechnung in die Umfrage im Bayerischen Schulportal mit einem zwingend notwendigen Vermerk zur sachlichen und rechnerischen Richtigkeit und der Unterschrift der Schulleitung
    • Speichern und an Regierung senden
  4. Datenabruf durch die zuständige Regierung und Begleichen der Rechnung an Zahlungsempfänger spätestens zum 30.11., 31.01., 31.03., 31.05., 31.08. (Hinweise: Mit KMS vom 28.10.2024 (Az: VIII.3-BS4400.28/148/4) wurde die Einsendefrist zur Einreichung von Rechnungen bis zum 31.01. des jeweils darauffolgenden Jahres verlängert.)

Bereitstellung finanzieller Mittel für die Projektwoche Alltagskompetenzen

Für die im Rahmen der Projektwochen durchgeführten Aktivitäten werden den Schulen staatliche Mittel zur Verfügung gestellt. Diese sind vorgesehen für Honorare externer Partner und Fachkräfte, für Fahrtkosten für Schülerinnen und Schüler zu außerschulischen Lernorten im Rahmen von Unterrichtsgängen und Exkursionen sowie für bestimmte Sachkosten (Materialien, Lebensmittel etc.). Das Budget der Schulen wird bei den jeweiligen Regierungen verwaltet. Das einer Einzelschule maximal zur Verfügung stehende Budget pro Schuljahr ergibt sich rechnerisch aus der Zahl der Klassen in den Jahrgangsstufen 1 bis 9 multipliziert mit 100 Euro. Über die Mittelverwendung entscheidet die Schulleitung.

Beispiel 1:
Vierzügige Grundschule

Jahrgangsstufen: 1–4
Klassen je Jahrgang: a, b, c, d
Gesamtzahl Klassen: 16

Förderbetrag pro Klasse: 100 €

16 × 100 € = 1.600 € Gesamtförderung

Beispiel 2:
Gymnasium

Unterstufe (vierzügig): 5a–d, 6a–d, 7a–d
Mittelstufe (dreizügig): 8a–c, 9a–c

Gesamtzahl berücksichtigungsfähiger Klassen: 18
Förderbetrag pro Klasse: 100 €

18 × 100 € = 1.800 € Gesamtförderung

Dieses insgesamt zur Verfügung stehende Budget ist in der Praxis für diejenigen Klassen in einer Jahrgangsstufe zu verwenden, in der die Projektwoche stattfinden. 

Sollten die Projektwochen in einer weiteren Jahrgangsstufe stattfinden, erhöht sich das Schulbudget um 30 %.

Lernprogramm und Handlungsfelder

Alltagskompetenz und Lebensökonomie sind im LehrplanPLUS verbindlich und vielfältig verankert. Im fächerübergreifenden Zusammenspiel greifen die Handlungsfelder Gesundheit, Ernährung, Haushaltsführung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten, Umweltverhalten sowie Digital handeln zentrale Fragen des Alltags auf. Sie unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, Herausforderungen zu erkennen, reflektierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsvoll sowie nachhaltig zu handeln.

Die schulartübergreifende Matrix stellt die Schwerpunktthemen der Jahrgangsstufen 1 bis 10 übersichtlich in den fünf Handlungsfeldern dar. Eine ergänzende Tabelle zeigt Anknüpfungspunkte für das Querschnitts-Handlungsfeld Digital handeln und unterstützt Sie bei der strukturierten Unterrichtsplanung.

Leitfaden und Bildungsprogramm

Damit Bildungsangebote qualitativ hochwertig, altersgerecht und sicher durchgeführt werden können, orientieren sich alle Einsätze an einem klaren Leitfaden.

Dieser umfasst unter anderem:

  • Kompetenzorientierte Vermittlung statt reiner Wissensweitergabe
  • Praxisbezug und aktives Mitmachen
  • altersgerechte Sprache und Methodik
  • klare Struktur des Ablaufs (Einführung – Praxisphase – Reflexion)
  • Beachtung rechtlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen

 

Sie müssen keine pädagogische Ausbildung besitzen – wichtig sind Fachkompetenz, Authentizität und die Bereitschaft, Inhalte verständlich zu vermitteln.

Die Plattform AKO begleitet Sie bei der Vorbereitung und bietet Qualifizierungsangebote, die Sicherheit und Professionalität gewährleisten.

Termine & Fortbildungen

Bleiben Sie informiert über neue Termine und Fortbildungen.

Zentrale Aufgaben der Plattform:

FAQs – Alltagskompetenzen - Schule fürs Leben

„Schule fürs Leben“ ist ein bayernweites Bildungskonzept zur Stärkung der Alltagskompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Seit dem Schuljahr 2021/2022 nehmen alle Schülerinnen und Schüler einmal in der Grundschule (1.–4. Jahrgangsstufe) und einmal in der Sekundarstufe (5.–9. Jahrgangsstufe) an einer Projektwoche oder an verbundenen Projekttagen teil. Jede Schule entscheidet selbst, in welcher Jahrgangsstufe und in welcher Form die Projektwoche umgesetzt wird. Ziel ist es, lebensnahe Kompetenzen nachhaltig zu vermitteln. Weitere Informationen stellt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und

Kultus bereit.

Im Mittelpunkt stehen die fünf Themenbereiche der Alltagskompetenz und Lebensökonomie:

  • Ernährung – Gesundheit
  • Haushaltsführung
  • Umweltverhalten
  • Selbstbestimmtes Verbraucherverhalten


Ergänzt wird das Angebot durch das zusätzliche Handlungsfeld „Digital handeln“. Die Themen sollen möglichst ganzheitlich und praxisnah miteinander verknüpft werden, um Alltagswissen verständlich und erlebbar zu machen.

Die konkrete Ausgestaltung der Projektwochen liegt bei den jeweiligen Schulen. Möglich sind unter anderem Projekttage, Workshops, Exkursionen oder der Einsatz externer Fachkräfte. Besonders erwünscht sind praxisnahe Lernorte wie zum Beispiel Bauernhofbesuche oder Unterrichtseinheiten mit externen Expertinnen und Experten.

Die Koordination und Vernetzung von Schulen und Anbietern erfolgt regional über unterstützende Stellen wie die Plattform AKO – Schule fürs Leben.

Interessierte Betriebe und Fachkräfte können an Qualifizierungsangeboten teilnehmen, die sie auf Einsätze mit Schulklassen vorbereiten. Inhalte sind unter anderem:

  • Organisation und Ablauf von Schuleinsätzen
  • Versicherungs- und Rechtsfragen
  • Lebensmittelrecht und
  • Hygienestandards
  • Seuchenschutz
  • Methodik und Materialeinsatz


Die Qualifizierungen werden sowohl online als auch in modularer Form angeboten und unterstützen eine qualitativ hochwertige Umsetzung der Bildungsangebote.

Mitmachen können unter anderem:

  • Landwirtinnen und Landwirte
  • Mithelfende Familienangehörige auf
  • landwirtschaftlichen Betrieben
  • Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter mit Ausbildereignung
  • Ernährungsfachkräfte

Weitere qualifizierte
Fachpersonen nach individueller Prüfung

Alle Anbieter werden vor der Veröffentlichung ihrer Angebote geprüft.

Für die Durchführung von Projektwochen und die Beauftragung externer Fachkräfte stehen den Schulen staatliche Mittel zur Verfügung. Anbieter erstellen ein schriftliches Angebot und rechnen ihre Leistungen nach Durchführung direkt mit der Schule ab. Die Höhe des Honorars wird individuell vereinbart und orientiert sich an bestehenden Vergleichsprogrammen und Rahmenbedingungen. Auch Kombinationen mit bereits bestehenden Bildungsprogrammen sind möglich.

Die Bildungsangebote umfassen unter anderem: –

  • Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
  • Nachhaltigkeit,
  • Umwelt- und Klimaschutz
  • Regionale Wertschöpfung
  • Ernährung und gesunde Lebensweise
  • Haushaltsführung und Konsumkompetenz
  • Praktische Alltagsfertigkeiten
  • Digitale Kompetenzen


Angebote finden auf Bauernhöfen, in der Natur oder direkt an Schulen statt und sind praxisorientiert gestaltet
– beispielsweise durch Mitmachaktionen, Workshops oder Exkursionen.